Aktionswochen gegen Antisemitismus

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Jährlich im Herbst organisiert ein Kölner Arbeitsbündnis, bestehend aus dem sozialpädagogischen Kölner Fanprojekt, den FC-Fangruppen „Coloniacs“, „Navajos“ und „Definitionsmacht Colonia“ sowie der Bildungseinrichtung „BiBeriS- Bildung & Beratung im Sport“ Aktionstage gegen jegliche Formen von Diskriminierung.

Den thematischen Schwerpunkt der interessanten und vielfältigen Veranstaltungen stellt dieses Jahr Antisemitismus in seinen verschiedenen Formen dar.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, sich zu informieren, mitzuwirken und aktiv zu werden. Alle Veranstaltungen sind wie immer kostenlos.

Das Programm der Aktionstage:

Samstag, 29.10.2016 10:00 Uhr, Soccerhalle Kautz Rhöndorferstraße 10-13, 50939 Köln

Fußballturnier unter dem Motto „Kick racism out!“
Im Sinne einer guten Willkommenskultur spielen auch dieses Jahr wieder junge Flüchtlingsteams aus Köln und Umgebung gemischt mit Mannschaften aus der Fanszene des 1. FC Köln ein gemeinsames Fußballturnier. Es sind noch Turnierplätze frei. Anmeldungen werden unter info@fanprojekt.jugz.de gerne entgegengenommen.

Sonntag, 30.10.2016 12:15 Uhr Treffpunkt: Haltestelle Nußbaumer Straße, Köln Ehrenfeld
Stadtführung durch das jüdische Köln
Ehrenfeld besitzt eine eindrucksvolle jüdische Vergangenheit und Gegenwart. Ein Rundgang öffnet den Blick für die jüdischen Bewohner und ihr Leben. In der rund 90 minütigen Führung werden markante Orte des jüdischen Lebens in Ehrenfeld besucht. Mit Aaron Knappstein, Mitglied der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln und Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums.
Achtung: Die Plätze für die Stadtführung sind limitiert. Eine Anmeldung unter: info@fanprojekt.jugz.de ist zwingend notwendig.

Donnerstag, 03.11.2016 19:00 Uhr, Kölner Fanprojekt, Gereonswall 112, 50670 Köln
Die braune Traumfabrik – Propaganda im NS-Film
Vortrag von Michael Fehrenschild
Die deutsche Filmproduktion war während des NS-Regimes nach der aus Hollywood die zweitgrößte der Welt. Ungefähr 1135 Spielfilme wurden in den 12 Jahren der Diktatur gedreht, dazu tausende von Dokumentarfilmen und Wochenschauen. Wie wurde Propaganda damals transportiert, wie passte sie sich den politischen Gegebenheiten an und welche Wirkung hatte sie?
Der Vortrag gibt eine historische Einführung, gezeigt werden zudem typische Beispiele des NS-Films.

Dienstag, 29.11.2016 19:00h, Kölner Fanprojekt Gereonswall 112, 50670 Köln
Antisemitismus im Fußball: Kick it out!
Vortrag von Alex Feuerherdt
In seinem Vortrag wird Alex Feuerherdt, Publizist und ehemaliger Fußball-Schiedsrichter aus Köln, analysieren, wie sich der Antisemitismus im Fußball äußert, welche Funktionen er übernimmt, weshalb seine Anziehungskraft so groß ist – und warum die Fußballverbände und -vereine oft eher ein Teil des Problems, als ein Teil der Lösung sind.

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Guter Patriotismus – schlechter Nationalismus?! Fußball und Nationalstolz in Zeiten der EM

Passend zur EM in Frankreich veranstalten wir am 23. Juni 2016 gemeinsam mit dem Kölner Fanprojekt, BiBeriS und den Fangruppen Coloniacs und Navajos eine Veranstaltung zum Thema Nationalismus im Fußball:

„Spätestens seit dem Sommer 2006 sind die Farben Schwarz-Rot-Gold während der Welt- und Europameisterschaften allgegenwärtig. Viele Deutsche feiern die Nationalmannschaft und sich selbst, von einem neuen Party-Patriotismus ist die Rede. Doch nicht alle teilen diese Einschätzung und warnen vor einem aufkommenden Nationalismus. Der Vortrag geht den Begriffen Patriotismus und Nationalismus auf den Grund, zeigt die Konfliktlinien der Debatte auf und beleuchtet aktuelle Beispiele im Hinblick auf die Europameisterschaft in Frankreich.“

Wir freuen uns auf interessierte FC-Fans. Der Eintritt ist frei.

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Auf sie geschissen, wir haben das Kölsch!

Fuck ISIS

Beim Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 äußerten wir uns mit einer Abwandlung des aktuellen Covers von Charlie Hebdo zu den Attentaten in Paris. Wir denken, dass der Inhalt für sich spricht.

Ils ont les armes. On les emmerde, on a la Kölsch!

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Refugees welcome – kick racism out

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Beim Heimspiel gegen Hannover 96 führten wir gemeinsam mit den Gruppen Coloniacs, Andersrum rut-wies, und Navajos unter dem Motto „Refugees welcome – kick racism out“ eine kleine Aktion im Rahmen der FARE Aktionswochen durch. Keine Jeck es illejal!

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„Auch ein Jahr später will euch keiner! Scheiss HoGeSa! Nazis raus! Kölle bliev bunt & jeck!“

 

No Hogesa

Am 26. Oktober 2014 kamen mehrere Tausend Neonazis und Hooligans unter dem Label „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) zum größten rechten Aufmarsch in Köln seit 1945 zusammen, zogen randalierend durch unsere Stadt und machten Jagd auf Menschen, die nicht in ihr fremdenfeindliches Weltbild passen. Für den 25. Oktober 2015 rufen erneut mehrere extrem rechte Gruppen zu einer Großdemonstration in Köln auf, die jedoch Ende September vom Kölner Polizeipräsidenten Albers aufgrund zu erwartender Ausschreitungen verboten wurde. Das Kölner Verwaltungsgericht hob das Verbot vor wenigen Tagen wiederum auf und erlaubte eine Kundgebung unter Auflagen. Ob und wo die Rechten letztlich aufmarschieren dürfen, werden die Gerichte vermutlich erst kurz vor dem 25. Oktober entscheiden.

Wie bereits im Vorjahr, wurde die rechte Demonstration erneut von Dominik Roeseler angemeldet, der sich gerne im Gladbacher Hool-Milieu bewegt, wenn er nicht gerade für seine rassistische Kleinstpartei pro NRW aktiv ist. Ziel von HoGeSa und anderen Neonazi-Gruppen ist es, für eine Neuauflage der Geschehnisse vom 26. Oktober 2014 zu sorgen.

Eine Vielzahl von engagierten Menschen, Gruppen, Verbänden und Bündnissen wird versuchen, dies zu verhindern. Wir schließen uns den Protesten gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch an und hoffen, dass viele weitere FC-Fans am 25. Oktober ein Zeichen gegen Rechts setzen und klar stellen, dass in unserer Stadt kein Platz für Rassismus ist.

Achte Jeisel Jottes, Coloniacs, Definitionsmacht Colonia, Navajos, NulleinsNullsieben, Schubidubi Abteilung, Troika

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FARE Aktionswochen 2015

FARE 2015

Im Rahmen der FARE-Aktionswochen 2015 finden zum wiederholten Mal auch in Köln Aktionstage gegen Rassismus & Diskriminierung statt. Diese werden organisiert von einem Arbeitsbündnis bestehend aus dem Sozialpädagogischen Kölner Fanprojekt, der Bildungseinrichtung BiBeriS – Bildung & Beratung im Sport sowie den FC-Fangruppen Coloniacs, Andersrum rut-wiess, Definitionsmacht Colonia und Navajos.

Auch 2015 gibt es ein vielfältiges, interessantes Programm. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, sich zu informieren, mitzuwirken und aktiv zu werden. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Das komplette Programm findet Ihr hier.

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We Fought The Law And The Law Won

kids partyDas Gesetz zu bekämpfen und zu verlieren kann insbesondere im Freistaat Bayern reichlich teuer werden, wie eines unserer Mitglieder feststellen musste. Um ihm unter die Arme zu greifen und um die neue Saison gebührend einzuläuten wollen wir mit euch feiern.

An den Plattenspielern gibt sich ab Mitternacht Martin Avis die Ehre und auch vorher werdet ihr nicht im Stillen sitzen. Ende ist erst dann, wenn der letzte Gast das Tanzlokal verlässt.

Eintritt: Solibeitrag (zahle was du kannst)

Kölsch, Pils, Softdrinks: 1,50€
Longdrinks: 3,50€
Kurze: 1€

Asta Café – Universitätsstr. 16B
KVB Haltestelle Universität (Linie 9)

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Durch Fans bedroht?

Nach den Vorfällen in Mönchengladbach (und Duisburg) hat der Deutsche Fußballbund kurz nach dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt die Strafen verkündet, die nun auf den FC zukommen werden. Am vergangenen Samstag drückten wir unseren Unmut zu diesen Strafmaßnahmen per Spruchbändern aus. 

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Teilausschluss? 

In den kommenden drei Heimspielen müssen die beiden mittleren Stehplatzblöcke der Südkurve geschlossen bleiben. Damit verlieren auch Teile unseres Fanclubs ihren Standort im Stadion. Sie werden ausgesperrt ohne sich in Mönchengladbach (oder Duisburg) irgendetwas zu schulden haben kommen lassen. 

Fahnenverbote? 

Zu den Auflagen des DFB gehört auch, dass bei den verbleibenden Auswärtsspielen des 1. FC Köln nicht nur ausschließlich personalisierte Tickets verkauft werden dürfen, was zu weites gehend leeren Gästeblocken führen dürfte, sondern auch nahezu alle Ausdrucksmittel einer bunten, lauten, aktiven Fanszene verboten werden. Nicht einmal Zaunfahnen dürfen aufgehangen werden. Dabei führt ein solches Verbot, wie in der Vergangenheit mehrfach erlebt, nicht dazu, dass etwa Pyrotechnik nicht verwendet werden könnte. Und das Fehlen von Zaunfahnen sorgt auch nicht dafür, dass ein Platzsturm nicht mehr möglich sei. Die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme erschließt sich nicht.

Mehr Drehkreuze? 

Endgültig absurd wird es, wenn der 1. FC Köln nun mehr Drehkreuze und Vereinzelungsmaßnahmen in Müngersdorf installieren muss, weil ich Mönchengladbach(!) ein Großteil der Fans nicht kontrolliert wurde. Unmittelbar vor dem Verkünden der Strafen konnte ein Blocksturm der Fans von Eintracht Frankfurt (sicher keine Kinder von Traurigkeit) verhindert werden. Seit dem Abstieg im Jahr 2012 ist in der Südkurve nichts mehr vorgefallen, die ganze Saison ist im Gästeblock nicht einmal Pyro gezündet worden. Wieso jetzt ausgerechnet hier etwas gemacht werden muss, erschließt sich wohl nur, wenn man in der DFB-Zentrale in Frankfurt etwas beschließt, ohne sich die Gegebenheiten vor Ort auch nur einmal angesehen zu haben. 

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Durch Fans bedroht? 

Blickt man auf die Strafen, die der DFB dem 1. FC Köln und vor allem dessen Anhängerschaft aufgebrummt hat, so bleibt der Eindruck, dass man sich seitens des Verbands durch Fans dieses Sports bedroht fühlt. Und es scheint beim DFB offenbar kein Bewußtsein dafür zu geben, dass es neben angeblich gewaltlüsternden Ultras und stumpf konsumierenden Kunden, ein breites Spektrum an Fans gibt, die den Sport wie ihren Verein lieben und dies durch kreative, bisweilen auch kritische, Auseinandersetzung im Stadion teilen wollen. 
Wir sind solche Fans und offensichtlich fühlt sich der DFB durch uns bedroht.

Definitionsmacht Colonia, 23.03.2015

 

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Wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden!

In den letzten Wochen ist viel passiert, wozu auch wir nicht schweigen wollen.

Den Anfang machte das indiskutable Verhalten von Teilen der Fanszene beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach. Innerhalb der DMC gibt es unterschiedliche Meinungen zum Thema Pyro, aber was für alle klar ist, Leuchtspuren, geworfene Fackeln und Böller haben im Stadion nichts verloren. Ebenso wenig kann man den Platzsturm einiger weniger nach Abpfiff des Spiels rechtfertigen. Die Provokationen der Gladbacher, die weit unterhalb der Gürtellinie waren, können keine Ausrede für derart vereinsschädigendes Verhalten sein. Die Geschehnisse in Mönchengladbach müssen von der aktiven Fanszene des 1. FC Köln, zu der auch wir uns zählen, aufgearbeitet werden und können nicht konsequenzlos bleiben.

Dass diese Dinge schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würden war sofort klar und ist nachzuvollziehen. Der 1. FC Köln wurde in eine Situation gebracht, in der ein hartes Durchgreifen alternativlos scheint. Der Entzug des Fanclub-Status der Boyz ist für uns nachvollziebar, aber das scheinbar wahllose Verteilen von örtlichen Stadionverboten an Personen, die zum Teil wohl nicht einmal mehr Mitglieder der Gruppe sind, ist nicht akzeptabel. Auch in einem anderen Punkt ist der FC in unseren Augen über das Ziel hinausgeschossen. So wurden Bilder vom Gästeblock veröffentlicht, mit denen suggeriert wurde, dass der gesamte Gästeblock aus potentiellen Straftätern bestehen würde. Auf einem dieser Bilder, in der Online-Ausgabe des Geißbockechos, war der Schriftzug unseres Fanclubs zweimal sehr präsent zu sehen, obwohl wir uns zu keinem Zeitpunkt eines Fehlverhaltens schuldig gemacht haben. Auf einem anderen Bild war der untere Teil des Gästeblocks in Nahaufnahme abgebildet, was wenig sinnvoll sein dürfte, wenn die Fans die sich an Pyro und Platzsturm beteiligten vermummt waren und diejenigen, die sich nicht vermummt hatten, offensichtlich nicht an den Aktionen beteiligt waren. Hier erschließt sich uns der Sinn des Online-Prangers nicht.

Wir finden es sehr bedauerlich, dass Teile der aktiven Fanszene den Spielen fernbleiben. Sie sind der wesentliche Motor für den Support des FCs in der Kurve. Ein Fernbleiben stand für uns zu keinem Zeitpunkt zur Debatte und wir werden auch weiterhin die Spiele des 1. FC Köln im Stadion verfolgen, die Mannschaft unterstützen und unsere Zaunfahne, wie bereits in München, aufhängen. Da beide Seiten im aktuellen Konflikt Fehler begangen haben, fällt es uns als Gruppe schwer uns zu positionieren, weshalb wir uns auch nicht am Stimmungsboykott beteiligen. Dies soll keine Entsolidarisierung mit den Betroffenen von ungerechtfertigten Stadionverboten sein, aber es würde unsere Haltung nicht richtig wiedergegeben, wenn wir die Fahne verkehrt herum aufhängen. Wir können die massiven Grenzüberschreitungen von Teilen der Fanszene nicht ignorieren. Sollte die aktive Fanszene ernsthafte Konsequenzen aus den Geschehnissen beim Derby ziehen, ohne dass sich der 1. FC Köln auf die Fans zubewegt müsste man die Situation neu bewerten. Bis dahin hoffen wir, dass sich beide Seiten ihrer Fehler bewusst werden und Wege finden, wie man wieder zueinander kommt, damit die Mannschaft wieder die Unterstützung erfahren kann die sie verdient.

Come on FC!

Definitionsmacht Colonia, 28.02.2015

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Auf zum nächsten Schritt

Nach zwei Jahren Zweitklassigkeit ist der 1. FC Köln wieder in der Bundesliga angekommen. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt jedoch, dass auf solche Aufstiege oftmals auch wieder Abstiege folgten. Die Etablierung in der Bundesliga steht demzufolge oben auf der gemeinsamen Agenda von Fans, Funktionären und Spielern. Der erste Schritt besteht folglich im Klassenerhalt 2015!

Sprichwörtlich werden jedoch gerade in Zeiten des Erfolgs die meisten Fehler begangen. Die oft propagierte Demut der Verantwortlichen muss sich gerade jetzt in den Entscheidungen widerspiegeln. Als es in den vergangenen Jahren um die Existenz des Vereins ging, waren es vor allem seine treuen Fans, die eben jenem den Rücken gestärkt haben. Sei es finanziell durch den Kauf der Fananleihe, durch eine ungebrochene Nachfrage nach Eintrittskarten und Fanartikeln oder einfach durch die andauernde Unterstützung, die mitverantwortlich dafür war, dass keine Unruhe im Umfeld des FC aufkam. Diese schwierige Zeit hat den gesamten Verein aber auch wieder näher zusammenrücken lassen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel, den Verein wieder zu vereinen. Wir wünschen uns, dass die Verantwortlichen im Hinterkopf behalten, welchen Anteil die FC-Fans am derzeitigen Aufschwung haben. Die Unterstützung und Solidarität in schwierigen Zeiten kann keine Einbahnstraße sein. Einem Teil der FC-Fans öffentlich zu unterstellen, eine eigene Agenda zu verfolgen, ist in diesem Zusammenhang deplatziert.

Selbstverständlich darf ein Anteil der FC-Fans am derzeitigen positiven Weg des Vereins auch nicht überschätzt werden. Allen Verantwortlichen gebührt ein großes Lob für die Zusammenstellung der Aufstiegsmannschaft. Die Mannschaft hat sich als intakte und charakterstarke Einheit präsentiert. Das Trainerteam überzeugt durch Ruhe und Besonnenheit. Geschäftsführung und die sportliche Leitung kommunizieren klare Vorstellungen und arbeiten akribisch. Die Konsolidierung der Vereinsfinanzen wird konsequent fortgesetzt. Die Verlängerung mit langjährigen Werbepartnern zu verbesserten Konditionen war richtig und wichtig. In Zukunft wird sich zeigen, wie sich die Zusammenarbeit mit dem neuen Vermarkter gestaltet.

Das Ziel die Anzahl der Mitglieder signifikant zu erhöhen, begrüßen wir ausdrücklich. Die Leidenschaft und Verbundenheit seiner Anhänger ist neben der Tradition und der tiefen Verwurzelung in der Stadt Köln und ihrer Region eines der identitätsstiftenden Merkmale des 1. FC Köln. Diese Identität gilt es zu bewahren und zu fördern, insbesondere vor dem Eindruck, dass immer mehr Konstrukte wie die TSG Hoffenheim oder RB Leipzig die Bundesligen bevölkern. Diese Marketingprojekte verkörpern das Gegenteil der oben skizzierten Werte und stellen zudem eine Gefahr für die Entwicklung von Fußballvereinen wie dem 1. FC Köln dar. Darüber hinaus sollte die Arbeit des DFB kritisch hinterfragt werden. Die willkürlich verhängten Verbandsstrafen stellen die Vereine mittlerweile vor wirtschaftliche Probleme und setzen einer bunten und vielseitigen Fankultur immer weiter zu. Auch personelle Existenzen fallen der „Paralleljustiz“ des DFB vermehrt zum Opfer, da die unverhältnismäßige hohen Verbandsstrafen 1:1 auf Einzelpersonen umgelegt werden sollen. Der vor kurzem an die Öffentlichkeit gelangte 9-Punkte-Plan des DFB verdeutlicht, wie weit man sich mittlerweile von der Fanlandschaft entfernt hat. An diesem Punkt gilt es also für den gesamten Verein sich abzugrenzen und klare Position für einen Erhalt der Fankultur zu beziehen. Als Fanszene werden wir alles unternehmen, unseren Teil dazu beizutragen.

Vor allen Dingen aber sollte jeder FC-Fan seinen Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft ihre sportlichen Ziele erreicht. Es wird Rückschläge geben und das junge Team wird Durststrecken überstehen müssen. Besonders in solchen Phasen werden wir Fans gefragt sein. Lasst uns das Müngersdorfer Stadion in den 17 Heimspielen zur Festung machen und die 17 Auswärtsspiele zu Heimspielen machen. Wir haben Kontinuität im sportlichen Bereich und eine solide, schrittweise Entwicklung der Mannschaft gefordert. Daher sollten wir in der kommenden Saison keine überzogene Erwartungshaltung an den Tag legen. Es geht in jedem einzelnen Spiel nur darum die nötigen Punkte für den Verbleib in der Bundesliga zu sammeln. Mit dieser Einstellung sollten die Spieler und vor allem auch wir Fans in die Partien gehen. Die Elf von Peter Stöger hat sich in der vergangenen Saison die bedingungslose Unterstützung auch in stürmischen Zeiten verdient. Niederlagen dürfen uns nicht umwerfen! Der Verein hat durch einen guten Unterbau von U17 bis zur U21 den Grundstock für eine erfolgreiche Zukunft. Lasst uns in der kommenden Saison unseren Teil dazu beitragen.
Come on, FC!

Unterstützer (Stand 14.08.2014):
#SektionTwitter
Achte Jeisel Jottes
Boyz Köln 2001
C.C.A.A.
Chaotix
Coloniacs – Ultrà 1. FC Köln
Definitionsmacht Colonia
Division Rut Wieß
Domstadt Syndikat
Drinking Now
Fanatics Köln 2001
Fantastica Colonia 1948
FC Crusaders Cologne
FC-Hotspurs-Mittelrhein
Fluktuation 8
FSK Cologne
GATE 4
Hessenhennes 08
High Society Pulheim
Jetzt erst recht 2007
KÖLN-SÜD
Kölsch Bajaasch
Kölsche Mythos
krisenherd
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NulleinsNullsieben
Pleeser Geißböcke
RE7 Crew
Rhein-Sieg
Rheinmacht
Rote Böcke
Rund um die Landskrone
Rut Wiess Colonia
Schubidubi Abteilung
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Sektion Saar
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Südstadt Boyz
Suffböcke Dünnwald
Tohuwabohu Köln
Troika Köln
VeedelsRadau
Wahner Jungs
WILDE HORDE KÖLN 1996
Windeck

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