Demokratische Strukturen beim 1. FC Köln stärken!

Als der 1. FC Köln in der Saison 2011/12 dem Abgrund entgegen stolperte war es nicht zuletzt engagierten Mitgliedern wie Stefan Müller-Römer, zu verdanken, dass der Verein trotz des vermeidbaren Abstiegs und dem Scherbenhaufen, den das Präsidium rund um Wolfgang Overath hinterließ, sich nicht nur finanziell stabilisieren konnte sondern zwischenzeitlich die sportlich erfolgreichste Phase seit 25 Jahren erleben durfte.
Dabei waren es Müller-Römer und andere, die sich auch durch viele Anfeindungen nicht davon abbringen ließen den Finger in die Wunden zu legen und so den Verein dazu zwangen sich zu professionalisieren und gleichzeitig ein demokratischer durch Mitbestimmung seiner Mitglieder geprägter Fußballclub wurde.
Gerade um Szenarien wie 2011/12 zu vermeiden, ist der durch die Mitglieder des 1. FC Köln demokratisch legitimierte Mitgliederrat ein enorm wichtiges Gremium, das nicht nur den Vorstand kontrolliert und so auf Missstände wie wir sie nur zu oft beim FC erleben mussten frühzeitig aufmerksam machen kann, er verleiht auch den über 100.000 Mitgliedern des 1. FC Köln eine kritische Stimme.
Vor diesem Hintergrund wirkt der Vorwurf, ausgerechnet der Mitgliederrat würde Unruhe in den Verein tragen umso absurder, während er, vor allem durch seinen Vorsitzenden Stefan Müller-Römer, seinen ureigenen Aufgaben nachkommt. Vielmehr wird die Unruhe durch die sogenannten Altinternationalen und der Kampagne von Kölner Stadtanzeiger und anderen Medien ans Geißbockheim gebracht. Vermutlich um sich dort einmal mehr einen Platz an den Fleischtöpfen zu erklüngeln, wenngleich sie in der Vergangenheit immer wieder demonstriert haben, dass sie dem Verein nicht gut tun und der FC keinerlei positive Effekte durch sie verzeichnen kann.
Umso wichtiger sind Mitglieder wie Stefan Müller-Römer dem wir für seine geleistete Arbeit für den FC herzlich Danken und dem wir weiterhin alles Gute wünschen für seine wichtige Arbeit im Mitgliederrat.
Alle Beteiligten, der Vorstand des 1. FC Köln und der Mitgliederrat, täten gut daran, sich nicht auf das Spiel der Altinternationalen oder der Presse einzulassen, sondern stattdessen die konstruktive, wenn vielleicht auch nicht immer unkomplizierte, Arbeit miteinander fortzusetzen. Es gilt die demokratischen Strukturen zu stärken und gemeinsam den 1. FC Köln auf einen erfolgreichen sportlichen Weg zu bringen.

Vielen Dank Mitgliederrat,
vielen Dank Stefan Müller-Römer.

Defintionsmacht Colonia im September 2020.

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„Nur noch Ekel und Abscheu“: Unsere Haltung zur aktuellen Situation

Schamlose Gier nach Macht und Geld war schon immer einer der Treiber unserer Gesellschaft. Auch die bekannten Protagonisten des Produktes Profifußball sind schon lange von genau dieser Gier getrieben. Alle kennen die langjährigen Diskussionen um Investoreneinstiege, 50+1 und den Traum einiger selbsternannter elitärer Funktionäre, die Premiere League zu überholen. Höher, schneller, weiter.

Der deutsche Profifußball kombiniert diesen bekannten Drang nach Macht und Geld allerdings gegenwärtig mit einer besonders abstoßenden Heuchelei. Seine Hauptfiguren, die Watzkes, Rummenigges und Wehrles, lassen dieser Tage kein Rührstück aus, um ihre Parallelwelt der Gesellschaft als schützenswertes Kleinod aufzuschwatzen. Nicht einmal Bänker lügen der Öffentlichkeit so dreist ins Gesicht, wenn sie ihre Milliardengeschäfte als systemrelevant propagieren. Im In- und Ausland soll der Neid auf den Weg der Deutschen entstehen. Schließlich wäre ein Bundesliga-Neustart „für die gesamte Menschheit“ (Ralf Rangnick) ein positives Signal.

Den Kölner Frontalangriff auf die Gesellschaft, die dem Profifußball seinen absurden Luxus gefälligst weiter finanzieren soll, kommandieren Alexander Wehrle und Tobias Kaufmann. Sie demütigten Birger Verstraete, indem sie ihn als Idioten darstellten, dessen fremdsprachliche Kenntnisse sein Verständnis der DFL-Coronabibel sabotierten. Zunächst verpassten sie ihm, der den FC nicht einmal angegriffen, sondern sich nur um seine Gesundheit und die seiner Liebsten Sorgen gemacht hatte, auf der FC-Homepage einen Maulkorb. Dann legte Wehrle nach: „Unsere Lehre ist: Selbst, wenn wir die Spieler mündlich und schriftlich in Deutsch und Englisch informieren, dürfen wir nicht grundsätzlich voraussetzen, dass alle sich verstanden fühlen.“ Wer zu blöd für Deutsch und Englisch ist, kann sich also gar nicht „verstanden fühlen“, nicht wahr? Weil das ist ja logisch.

Die Sprache Wehrles verrät, dass er den Profifußball für den Messias aller Coronageschädigten hält: „Das Konzept ist eine Blaupause für andere Branchen und Sportarten. Wir werden die Erfahrungen daraus mit ihnen und der Wissenschaft teilen. Und es ist ein Wegbereiter. Ab dem 30. Mai dürfen auch Hobbysportler in NRW wieder Mannschaftssport treiben.“ Hobbysport dank Profisport! Toll, oder? Und das auch noch uneigennützig! Schließlich kämpfe der Profifußball „ums Überleben, so wie andere Mittelständler, so wie Betriebe in Kultur und Gastronomie, mit denen wir in einem Boot sitzen.“ Wer kennt sie nicht, die zahllosen Kultur- und Gastronomiebetriebe, die ihren Darstellern Millionengehälter zahlt, die im Fußballboot nach Gladiatorenkämpfen lechzen?

Aber vergessen wir nicht: „Die Bundesliga schafft und sichert Arbeitsplätze für Zehntausende und zahlt pro Jahr mehr als eine Milliarde Euro an Steuern und Abgaben.“ Und: „Wir haben nie eine Sonderstellung eingefordert, sondern eine faire Chance, um uns aus dieser Krise zu befreien.“ Welch eine „Blaupause“ für andere. Ging Wehrle bei der Rüstungsindustrie in die Rhetorikschule? Nein. Er war „Rettungssanitäter, im Altersheim und im Beerdigungsinstitut“. Daher ~kann~ er auch gar nicht die Gesundheit seiner Angestellten „opfern.“ Denn „Fürsorge ist unabhängig von der Höhe des Gehalts.“ Aber nicht unabhängig von der Fremdsprache.

Wir erlebten in den letzten Jahren Diskussionen um Investoren, Beleidigungen von Fans und Verunglimpfungen kritischer Mitglieder. Wie der 1. FC Köln aber nun seine Bedeutung und die des deutschen Profifußballs zur sozialen Bedeutsamkeit hochschwindelt, erzeugt bei uns nur noch Ekel und Abscheu.

Wer den Funktionären des Fußballs in Macht- und Geisterspiele folgen will, soll es tun. Wir machen es nicht. Wir lehnen die Fortsetzung des Spielbetriebes in dieser Form ab! Vor allem aber lehnen wir ab, Geisterspiele auch noch in irgendeiner Art zu zelebrieren. Etwa indem man Pappaufsteller auf Tribünen platziert oder Glücksbringer an Sitzschalen anbringt. Sie geben Geisterspielen einen legitimen Rahmen und machen es zu einem Event! Auch möchten wir sämtliche bewusst naiv-suggestiv gestellten Fragen, ob organisierte Fans sich vor dem Stadiontor versammeln, zurückweisen. Fans sind nicht dumm und Fans sind bei den kommenden Geisterspielen bestimmt kein Sicherheitsrisiko.

Definitionsmacht Colonia – Mai 2020

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Es reicht!

Der 1. FC Köln hat am Samstag Schalke 04 mit 3:0 besiegt und in den vergangenen neun Spielen sieben Siege eingefahren. Eine überragende Leistung. Die Mannschaft macht uns derzeit so viel Spaß wie schon lange nicht mehr und lässt uns nach zwei Bieren, gemäß der kölschen Mentalität, von mehr träumen. Zu der überschwänglichen Freude mischte sich bei uns am Samstagabend jedoch auch Ärger und teilweise Wut über die gesamte Causa Hopp, welche am Samstagnachmittag respektive Samstagabend ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte.

Zur Klarstellung: Aus unserer Sicht sind sexistische „Hurensohn“-Gesänge und Plakate gegen den Mäzen Hopp weder besonders kreativ noch  progressiv. Als Gruppe würden wir uns wünschen, dass die Proteste gegen das „Konstrukt Hoffenheim“ und auch Dietmar Hopp im speziellen, sowie den modernen Fußball im allgemein, einfallsreicher und cleverer sind. Wobei wir uns jedoch im Klaren darüber sind, dass in der heutigen Zeit nur noch die plumpe Provokation Anklang findet und konstruktive Kritik im Stadion, so wie es die letzten Jahre geschehen ist, schlichtweg wegignoriert wird.
Herr Hopp hat seit der Äußerung des damaligen Mainz 05 Managers Christian Heidel (es sei schade, dass Hoffenheim einen der 36 Plätze im Profifußball wegnimmt) im Jahr 2007 die Kritik an seiner Person und seinem Konstrukt wiederholt mit Diskriminierung in Verbindung gebracht.
Wir als Gruppe verurteilen das Handeln zutiefst. Die Verstöße gegen die 50+1-Regel, indem er immer wieder direkt in das operative Geschehen des Clubs eingreift, was Investoren jedoch verboten ist, ist nur einer der Gründe. Als weiteres Argument lässt sich anführen, dass die Gästefans in Hoffenheim mit einer Schallkanone in der Lautstärke eines Presslufthammers traktiert worden sind. Oder aber auch das Abhören gegnerischer Fans mit Richtmikrofonen die im März 2018 installiert worden sind um Anzeigen zielgerichtet gegen einzelne stellen zu können. 

Die Definitionsmacht Colonia versteht sich seit ihrer Gründung als Fangruppe, welche sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus, Klassismus sowie jegliche Form von Diskriminierung engagiert und einsetzt. Als solche sind wir fassungslos, wenn die Beleidigungen gegen den Mäzen Hopp in einem Topf mit zum Beispiel dem jüngsten Anschlag in Hanau oder den rassistischen Affenlauten gegen den Herthaner Torunarigha geworfen und gleichgesetzt wird. An dieser Stelle werden von öffentlichen Kommentatoren unterschiedlicher Formate Parallelen gezogen, die schlichtweg nicht existieren und wo es sich nicht gehört diese zu ziehen! Herr Hopp wird nicht diskriminiert. Das Beleidigen eines reichen, mächtigen Mannes ist keine Diskriminierung. Es ist auch kein Rassismus. Rassismus gegen Weiße existiert nicht. Auch nicht gegen Herrn Hopp, auch wenn die Medien versuchen es so zu konstruieren. Wie müssen sich die Hinterbliebenen des Anschlags von Hanau fühlen, wenn die ordinären Beleidigungen gegen einen Milliardär am letzten Wochenende mit dem Anschlag verglichen, gleichgesetzt oder gar relativiert werden? Das ist an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten!

Beleidigungen in Stadien sind an der Tagesordnung. Sie sind Teil der Sprache der Kurven und sie laufen beinahe jedes Mal unter Folklore. Der gegnerische Torwart wird beim Abschlag als „Arschloch, Wichser, Hurensohn“ bezeichnet, Timo Werner wird regelmäßig angegangen, es werden beim Derby Beleidigungen auf Tapeten geschrieben oder gar ganze Choreographien gestaltet, die die Beleidigung des Gegners zum Ziel haben. Nichts dergleichen hat in der Vergangenheit für Spielunterbrechungen oder gar zum kompletten Abbruch des Spiels geführt. Dies ist für uns kein Freifahrtschein für Beleidigungen jeglicher Art, aber dass sich Hopp eine eigene Lex geschaffen und der DFB für den Mäzen in den letzten Wochen die aufgehobenen Kollektivstrafen wieder eingeführt und dabei zugleich im notwendigen Kampf gegen Rassismus mehr falsch als richtig gemacht hat, spricht aus unserer Sicht Bände. Es wurde mit dem Schaffen eines Dreistufenplanes bei Beleidigung ein Präzedenzfall geschaffen und eine Eskalationsspirale losgetreten, welche man sich beispielsweise bei rassistischen Vorfällen in der Vergangenheit gespart hat. 

Wir verurteilen Hopp als Person und sein Konstrukt TSG 1899 Hoffenheim aufs Schärfste. Der Konflikt ist sowohl als symbolischer Konflikt zwischen modernem Fußball und den Kurven anzusehen – niemand außer Red Bull Leipzig repräsentiert das Modell des modernen Fußballs besser als der Club aus Sinsheim, als auch als Kritik an der Person Dietmar Hopp selbst. Hier wollen wir speziell die Familiengeschichte, bzw. den Versuch der Verharmlosung, noch einmal in den Vordergrund rücken. Keiner kann etwas dafür in welche Familie man hineingeboren wird. Das ist richtig. Man kann jedoch etwas dafür, wenn man erbärmlich versucht diese Nazi-Geschichte zu relativieren und den Täter zum Opfer machen zu wollen.

Wer sich mit Geld die Rückendeckung der autoritären Macht durch DFB/DFL, Polizei, Ordnungsdienste oder Justiz erkaufen will, wird das ernten was er säht.

Die Definitionsmacht Colonia lehnt Kollektivstrafen jeglicher Art ab. Wir solidarisieren uns mit der Schickeria München, Red Fanatic München, den Fans des BVB  und allen anderen Fans und Gruppierungen, die sich harten Konsequenzen für ihre Meinungsäußerung ausgesetzt sehen oder mit diesen in jeglichen Formen rechnen müssen. Es reicht!

Definitionsmacht Colonia – März 2020

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Never again!

I’m Jewish & Israeli. I’m an 1. FC Köln fan. I’m a DMC member.

For years, I’ve been hearing Germans using a figure of speech when talking about WW2 and the Holocaust.

“Killed by the Nazis, persecuted by the Nazis, the Nazis’ crimes,” they’ll usually say.

On Holocaust Memorial Day, and on any day, it’s important to remember that the Nazis did not fall from the skies. People who committed those crimes were people. They were speaking your language. They were living in your cities. They claimed to represent the same country and culture you belong to. The Nazis weren’t only Nazis, they were Germans, Austrians and others. Nazi Germany was Nazi, but it was also Germany.

Auschwitz will not repeat itself as Auschwitz. It will not knock on your door on day and give you a heads up. It’s up to you to recognize the tendencies that created Auschwitz long before they get there.

The Nazis from the 40s are no longer with us. But it is up to you to stand up against the Nazis of 2020. Against fascism. Against racism. Against homophobia. Against antisemitism.

Never again!

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Nie wieder!

Ich bin jüdischer Israeli. Ich bin Fan vom 1. FC Köln. Ich bin DMC Mitglied.

Seit Jahren höre ich von Deutschen bestimmte Redewendungen bzgl. des zweiten Weltkriegs und des Holocausts.

„Ermordet durch die Nazis, verfolgt durch die Nazis, die Verbrechen der Nazis” sagen sie dann.

Am Holocaustgedenktag und jeden anderen Tag ist es wichtig sich in Erinnerung zu rufen, dass die Nazis nicht vom Himmel gefallen sind. Die Täter waren Menschen. Sie sprachen eure Sprache. Sie lebten in euren Städten. Sie gaben vor das selbe Land und die selbe Kultur zu vertreten, der ihr angehört. Die Nazis waren nicht nur Nazis, sie waren Deutsche, Österreicher und andere. Nazi-Deutschland war zwar der Nationalsozialismus, aber auch Deutschland.

Auschwitz wird sich nicht als Auschwitz wiederholen. Es wird nicht an der Tür klopfen und uns warnen. Es ist wichtig die Tendenzen zu erkennen, die Auschwitz ermöglichten bevor es soweit kommt.

Die Nazis der 1940er Jahre sind nicht mehr unter uns. Es liegt an dir dich gegen die heutigen Nazis zu wehren. Gegen Faschismus. Gegen Rassismus. Gegen Homophobie. Gegen Antisemitismus.

Nie wieder Faschismus!

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13.07. Lesung „Wir Wochenendrebellen“

13.07., 19 Uhr

Kölner Fanprojekt
Gereonswall 112
50670 Köln

Jason ist 12 Jahre alt, Groundhopper, Autist und wurde 2017 mit seinem Vater, als bisher jüngster Gewinner, mit dem renommierten Grimme Online Award für Ihr Projekt „Wochenendrebell“ ausgezeichnet.

Seit mittlerweile sechs Jahren sind die beiden auf der Suche nach einem Lieblingsfußballverein für den Sohnemann, doch der benötigt zur Entscheidungsfindung eine fundiertere Erfahrungsgrundlage.

So bereisen die beiden die Stadien von Aue bis nach Kiel und von Mailand bis nach Glasgow und erleben auch bedingt durch Jasons Regeln und seinen ganz besonderen Blickwinkel aufs Leben, eine Vielzahl an skurrilen und amüsanten Abenteuern.

Gemeinsam haben Sie Ihre Erlebnisse ins Buchformat gebracht und mit „Wir Wochenendrebellen“ ein lesenswertes Buch über Fußball, Autismus, Groundhopping, Erziehung und Elternliebe geschrieben.

Nach Ihren Lesungen in Berlin im Haus der Fußballkulturen, im Hamburger Millerntor und ihrem Heimspiel in Kassel präsentieren Sie ihr Buch nun in Köln, stehen für Fragen und Signierwünsche bereit.

Alle Buchinfos und die Möglichkeit bei einem Kauf auch noch Gutes zu tun unter www.wochenendrebellen.de

Die Tageszeitung HNA hat mal beschrieben, wie diese Lesungen ablaufen:
https://www.hna.de/kassel/lesung-kassel … 69055.html

Die Webseite zum Buch:
http://www.wochenendrebellen.de/

Blog:
http://www.wochenendrebell.de/

Die Spendenaktion der Wochenendrebellen:
https://nevensuboticstiftung.de/SA?cfd=r4wux#cff

P.S. Eintritt frei, um Spenden für die Neven Subotic Stiftung wird gebeten

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Offener Brief an die Verantwortlichen des 1. FC Köln: Nazis raus aus den Stadien!

Im folgenden dokumentieren wir den offenen Brief an die Vereinsverantwortlichen unseres Vereins, den wir heute dem Club haben zukommen lassen. Solltet ihr mit eurem Fanclub, Blog etc. unser Anliegen unterstützen wollen, könnt ihr euch gerne an uns wenden, um als Unterstützer gelistet zu werden.

Sehr geehrte Verantwortliche des 1. FC Köln,

wie Sie sicher mitbekommen haben, befindet sich der SV Babelsberg 03 im Rechtsstreit mit dem NOFV, der die bloße Existenz des Potsdamer Vereins bedroht.

Im April 2017 fand das Regionalligaspiel gegen den FC Energie Cottbus statt, bei dem es zu massiven Ausfällen durch neonazistische Gästefans kam. So zeigten diese wiederholt Hitlergrüße und stimmten Gesänge mit rechtsradikalem Inhalt an („Zecken, Zigeuner und Juden – Babelsberg 03“, „Arbeit macht frei – Babelsberg 03”). Auch schossen Gästefans Pyrotechnik in den Heimbereich und stürmten den Platz um zu versuchen den Babelsberger Fanblock anzugreifen. SVB Fans zündeten bei dem Spiel wiederholt Pyrotechnik und stimmten Gesänge gegen die Nazis im Gästeblock an.

In der Folge wird Energie Cottbus zu einer Geldstrafe in Höhe von 16.000 Euro und einem Geisterspiel verurteilt – begründet mit dem Platzsturm und dem Abbrennen von Pyrotechnik. Die rechtsradikalen Slogans werden nicht erwähnt. Babelsbergs Anklage listet neben dem Pyrovergehen dagegen explizit den „Nazischweine“-Ruf auf. Die Strafe für Cottbus wurde inzwischen aufgrund eines erfolgreichen Einspruchs abgemildert und zusammen mit zwei weiteren Vorfällen dieser Art auf eine Geldstrafe von insgesamt 6.000 Euro reduziert. Der Babelsberger Einspruch wurde aus lächerlichen Gründen abgelehnt: es fehlte eine Unterschrift. Nulldrei akzeptiert derweil die Strafe für den Pyro-Einsatz, nicht jedoch die offensichtliche Ungleichbehandlung durch den NOFV. Dieser misst mit zweierlei Maß, sowohl hinsichtlich der Strafzahlungen, als auch der politischen Dimension.

Aktuell, massiv von einem Lizenzentzug bedroht, wünscht sich der SV Babelsberg 03 ein Benefizspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion. Hier kommen wir nun zu unserem Anliegen: als weltoffener Verein, wie es der 1. FC Köln sein will, wäre es eine gute Gelegenheit einem kleinen Verein in einer schwierigen Lage zu unterstützen. Uns ist bewusst, dass in der aktuellen sportlichen Situation ein solches Spiel zum jetzigen Zeitpunkt nicht realistisch ist, aber im Anschluss an diese Saison oder in der Vorbereitung auf die neue wäre ein solches Spiel sicher unterzubringen. Ebenso könnte man die „Nazis raus aus den Stadien“ Kampagne der Potsdamer öffentlich unterstützen. Wir fordern Sie daher auf sich an die Seite vom SV Babelsberg 03 zu stellen und sie in ihrer prekären Lage nicht alleine zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Definitionsmacht Colonia

Unterstützer: NulleinsNullsieben, Troika, Achte Jeisel Jottes, Rote Böcke, BSW, #SektionTwitter, Sektion Westpolen, Krisenherd, Andersrum Rut-Wiess

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Aktionswochen gegen Antisemitismus

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Jährlich im Herbst organisiert ein Kölner Arbeitsbündnis, bestehend aus dem sozialpädagogischen Kölner Fanprojekt, den FC-Fangruppen „Coloniacs“, „Navajos“ und „Definitionsmacht Colonia“ sowie der Bildungseinrichtung „BiBeriS- Bildung & Beratung im Sport“ Aktionstage gegen jegliche Formen von Diskriminierung.

Den thematischen Schwerpunkt der interessanten und vielfältigen Veranstaltungen stellt dieses Jahr Antisemitismus in seinen verschiedenen Formen dar.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, sich zu informieren, mitzuwirken und aktiv zu werden. Alle Veranstaltungen sind wie immer kostenlos.

Das Programm der Aktionstage:

Samstag, 29.10.2016 10:00 Uhr, Soccerhalle Kautz Rhöndorferstraße 10-13, 50939 Köln

Fußballturnier unter dem Motto „Kick racism out!“
Im Sinne einer guten Willkommenskultur spielen auch dieses Jahr wieder junge Flüchtlingsteams aus Köln und Umgebung gemischt mit Mannschaften aus der Fanszene des 1. FC Köln ein gemeinsames Fußballturnier. Es sind noch Turnierplätze frei. Anmeldungen werden unter info@fanprojekt.jugz.de gerne entgegengenommen.

Sonntag, 30.10.2016 12:15 Uhr Treffpunkt: Haltestelle Nußbaumer Straße, Köln Ehrenfeld
Stadtführung durch das jüdische Köln
Ehrenfeld besitzt eine eindrucksvolle jüdische Vergangenheit und Gegenwart. Ein Rundgang öffnet den Blick für die jüdischen Bewohner und ihr Leben. In der rund 90 minütigen Führung werden markante Orte des jüdischen Lebens in Ehrenfeld besucht. Mit Aaron Knappstein, Mitglied der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln und Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums.
Achtung: Die Plätze für die Stadtführung sind limitiert. Eine Anmeldung unter: info@fanprojekt.jugz.de ist zwingend notwendig.

Donnerstag, 03.11.2016 19:00 Uhr, Kölner Fanprojekt, Gereonswall 112, 50670 Köln
Die braune Traumfabrik – Propaganda im NS-Film
Vortrag von Michael Fehrenschild
Die deutsche Filmproduktion war während des NS-Regimes nach der aus Hollywood die zweitgrößte der Welt. Ungefähr 1135 Spielfilme wurden in den 12 Jahren der Diktatur gedreht, dazu tausende von Dokumentarfilmen und Wochenschauen. Wie wurde Propaganda damals transportiert, wie passte sie sich den politischen Gegebenheiten an und welche Wirkung hatte sie?
Der Vortrag gibt eine historische Einführung, gezeigt werden zudem typische Beispiele des NS-Films.

Dienstag, 29.11.2016 19:00h, Kölner Fanprojekt Gereonswall 112, 50670 Köln
Antisemitismus im Fußball: Kick it out!
Vortrag von Alex Feuerherdt
In seinem Vortrag wird Alex Feuerherdt, Publizist und ehemaliger Fußball-Schiedsrichter aus Köln, analysieren, wie sich der Antisemitismus im Fußball äußert, welche Funktionen er übernimmt, weshalb seine Anziehungskraft so groß ist – und warum die Fußballverbände und -vereine oft eher ein Teil des Problems, als ein Teil der Lösung sind.

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Guter Patriotismus – schlechter Nationalismus?! Fußball und Nationalstolz in Zeiten der EM

Passend zur EM in Frankreich veranstalten wir am 23. Juni 2016 gemeinsam mit dem Kölner Fanprojekt, BiBeriS und den Fangruppen Coloniacs und Navajos eine Veranstaltung zum Thema Nationalismus im Fußball:

„Spätestens seit dem Sommer 2006 sind die Farben Schwarz-Rot-Gold während der Welt- und Europameisterschaften allgegenwärtig. Viele Deutsche feiern die Nationalmannschaft und sich selbst, von einem neuen Party-Patriotismus ist die Rede. Doch nicht alle teilen diese Einschätzung und warnen vor einem aufkommenden Nationalismus. Der Vortrag geht den Begriffen Patriotismus und Nationalismus auf den Grund, zeigt die Konfliktlinien der Debatte auf und beleuchtet aktuelle Beispiele im Hinblick auf die Europameisterschaft in Frankreich.“

Wir freuen uns auf interessierte FC-Fans. Der Eintritt ist frei.

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Auf sie geschissen, wir haben das Kölsch!

Fuck ISIS

Beim Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 äußerten wir uns mit einer Abwandlung des aktuellen Covers von Charlie Hebdo zu den Attentaten in Paris. Wir denken, dass der Inhalt für sich spricht.

Ils ont les armes. On les emmerde, on a la Kölsch!

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