Wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden!

In den letzten Wochen ist viel passiert, wozu auch wir nicht schweigen wollen.

Den Anfang machte das indiskutable Verhalten von Teilen der Fanszene beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach. Innerhalb der DMC gibt es unterschiedliche Meinungen zum Thema Pyro, aber was für alle klar ist, Leuchtspuren, geworfene Fackeln und Böller haben im Stadion nichts verloren. Ebenso wenig kann man den Platzsturm einiger weniger nach Abpfiff des Spiels rechtfertigen. Die Provokationen der Gladbacher, die weit unterhalb der Gürtellinie waren, können keine Ausrede für derart vereinsschädigendes Verhalten sein. Die Geschehnisse in Mönchengladbach müssen von der aktiven Fanszene des 1. FC Köln, zu der auch wir uns zählen, aufgearbeitet werden und können nicht konsequenzlos bleiben.

Dass diese Dinge schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würden war sofort klar und ist nachzuvollziehen. Der 1. FC Köln wurde in eine Situation gebracht, in der ein hartes Durchgreifen alternativlos scheint. Der Entzug des Fanclub-Status der Boyz ist für uns nachvollziebar, aber das scheinbar wahllose Verteilen von örtlichen Stadionverboten an Personen, die zum Teil wohl nicht einmal mehr Mitglieder der Gruppe sind, ist nicht akzeptabel. Auch in einem anderen Punkt ist der FC in unseren Augen über das Ziel hinausgeschossen. So wurden Bilder vom Gästeblock veröffentlicht, mit denen suggeriert wurde, dass der gesamte Gästeblock aus potentiellen Straftätern bestehen würde. Auf einem dieser Bilder, in der Online-Ausgabe des Geißbockechos, war der Schriftzug unseres Fanclubs zweimal sehr präsent zu sehen, obwohl wir uns zu keinem Zeitpunkt eines Fehlverhaltens schuldig gemacht haben. Auf einem anderen Bild war der untere Teil des Gästeblocks in Nahaufnahme abgebildet, was wenig sinnvoll sein dürfte, wenn die Fans die sich an Pyro und Platzsturm beteiligten vermummt waren und diejenigen, die sich nicht vermummt hatten, offensichtlich nicht an den Aktionen beteiligt waren. Hier erschließt sich uns der Sinn des Online-Prangers nicht.

Wir finden es sehr bedauerlich, dass Teile der aktiven Fanszene den Spielen fernbleiben. Sie sind der wesentliche Motor für den Support des FCs in der Kurve. Ein Fernbleiben stand für uns zu keinem Zeitpunkt zur Debatte und wir werden auch weiterhin die Spiele des 1. FC Köln im Stadion verfolgen, die Mannschaft unterstützen und unsere Zaunfahne, wie bereits in München, aufhängen. Da beide Seiten im aktuellen Konflikt Fehler begangen haben, fällt es uns als Gruppe schwer uns zu positionieren, weshalb wir uns auch nicht am Stimmungsboykott beteiligen. Dies soll keine Entsolidarisierung mit den Betroffenen von ungerechtfertigten Stadionverboten sein, aber es würde unsere Haltung nicht richtig wiedergegeben, wenn wir die Fahne verkehrt herum aufhängen. Wir können die massiven Grenzüberschreitungen von Teilen der Fanszene nicht ignorieren. Sollte die aktive Fanszene ernsthafte Konsequenzen aus den Geschehnissen beim Derby ziehen, ohne dass sich der 1. FC Köln auf die Fans zubewegt müsste man die Situation neu bewerten. Bis dahin hoffen wir, dass sich beide Seiten ihrer Fehler bewusst werden und Wege finden, wie man wieder zueinander kommt, damit die Mannschaft wieder die Unterstützung erfahren kann die sie verdient.

Come on FC!

Definitionsmacht Colonia, 28.02.2015

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