Wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden!

In den letzten Wochen ist viel passiert, wozu auch wir nicht schweigen wollen.

Den Anfang machte das indiskutable Verhalten von Teilen der Fanszene beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach. Innerhalb der DMC gibt es unterschiedliche Meinungen zum Thema Pyro, aber was für alle klar ist, Leuchtspuren, geworfene Fackeln und Böller haben im Stadion nichts verloren. Ebenso wenig kann man den Platzsturm einiger weniger nach Abpfiff des Spiels rechtfertigen. Die Provokationen der Gladbacher, die weit unterhalb der Gürtellinie waren, können keine Ausrede für derart vereinsschädigendes Verhalten sein. Die Geschehnisse in Mönchengladbach müssen von der aktiven Fanszene des 1. FC Köln, zu der auch wir uns zählen, aufgearbeitet werden und können nicht konsequenzlos bleiben.

Dass diese Dinge schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würden war sofort klar und ist nachzuvollziehen. Der 1. FC Köln wurde in eine Situation gebracht, in der ein hartes Durchgreifen alternativlos scheint. Der Entzug des Fanclub-Status der Boyz ist für uns nachvollziebar, aber das scheinbar wahllose Verteilen von örtlichen Stadionverboten an Personen, die zum Teil wohl nicht einmal mehr Mitglieder der Gruppe sind, ist nicht akzeptabel. Auch in einem anderen Punkt ist der FC in unseren Augen über das Ziel hinausgeschossen. So wurden Bilder vom Gästeblock veröffentlicht, mit denen suggeriert wurde, dass der gesamte Gästeblock aus potentiellen Straftätern bestehen würde. Auf einem dieser Bilder, in der Online-Ausgabe des Geißbockechos, war der Schriftzug unseres Fanclubs zweimal sehr präsent zu sehen, obwohl wir uns zu keinem Zeitpunkt eines Fehlverhaltens schuldig gemacht haben. Auf einem anderen Bild war der untere Teil des Gästeblocks in Nahaufnahme abgebildet, was wenig sinnvoll sein dürfte, wenn die Fans die sich an Pyro und Platzsturm beteiligten vermummt waren und diejenigen, die sich nicht vermummt hatten, offensichtlich nicht an den Aktionen beteiligt waren. Hier erschließt sich uns der Sinn des Online-Prangers nicht.

Wir finden es sehr bedauerlich, dass Teile der aktiven Fanszene den Spielen fernbleiben. Sie sind der wesentliche Motor für den Support des FCs in der Kurve. Ein Fernbleiben stand für uns zu keinem Zeitpunkt zur Debatte und wir werden auch weiterhin die Spiele des 1. FC Köln im Stadion verfolgen, die Mannschaft unterstützen und unsere Zaunfahne, wie bereits in München, aufhängen. Da beide Seiten im aktuellen Konflikt Fehler begangen haben, fällt es uns als Gruppe schwer uns zu positionieren, weshalb wir uns auch nicht am Stimmungsboykott beteiligen. Dies soll keine Entsolidarisierung mit den Betroffenen von ungerechtfertigten Stadionverboten sein, aber es würde unsere Haltung nicht richtig wiedergegeben, wenn wir die Fahne verkehrt herum aufhängen. Wir können die massiven Grenzüberschreitungen von Teilen der Fanszene nicht ignorieren. Sollte die aktive Fanszene ernsthafte Konsequenzen aus den Geschehnissen beim Derby ziehen, ohne dass sich der 1. FC Köln auf die Fans zubewegt müsste man die Situation neu bewerten. Bis dahin hoffen wir, dass sich beide Seiten ihrer Fehler bewusst werden und Wege finden, wie man wieder zueinander kommt, damit die Mannschaft wieder die Unterstützung erfahren kann die sie verdient.

Come on FC!

Definitionsmacht Colonia, 28.02.2015

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Auf zum nächsten Schritt

Nach zwei Jahren Zweitklassigkeit ist der 1. FC Köln wieder in der Bundesliga angekommen. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt jedoch, dass auf solche Aufstiege oftmals auch wieder Abstiege folgten. Die Etablierung in der Bundesliga steht demzufolge oben auf der gemeinsamen Agenda von Fans, Funktionären und Spielern. Der erste Schritt besteht folglich im Klassenerhalt 2015!

Sprichwörtlich werden jedoch gerade in Zeiten des Erfolgs die meisten Fehler begangen. Die oft propagierte Demut der Verantwortlichen muss sich gerade jetzt in den Entscheidungen widerspiegeln. Als es in den vergangenen Jahren um die Existenz des Vereins ging, waren es vor allem seine treuen Fans, die eben jenem den Rücken gestärkt haben. Sei es finanziell durch den Kauf der Fananleihe, durch eine ungebrochene Nachfrage nach Eintrittskarten und Fanartikeln oder einfach durch die andauernde Unterstützung, die mitverantwortlich dafür war, dass keine Unruhe im Umfeld des FC aufkam. Diese schwierige Zeit hat den gesamten Verein aber auch wieder näher zusammenrücken lassen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel, den Verein wieder zu vereinen. Wir wünschen uns, dass die Verantwortlichen im Hinterkopf behalten, welchen Anteil die FC-Fans am derzeitigen Aufschwung haben. Die Unterstützung und Solidarität in schwierigen Zeiten kann keine Einbahnstraße sein. Einem Teil der FC-Fans öffentlich zu unterstellen, eine eigene Agenda zu verfolgen, ist in diesem Zusammenhang deplatziert.

Selbstverständlich darf ein Anteil der FC-Fans am derzeitigen positiven Weg des Vereins auch nicht überschätzt werden. Allen Verantwortlichen gebührt ein großes Lob für die Zusammenstellung der Aufstiegsmannschaft. Die Mannschaft hat sich als intakte und charakterstarke Einheit präsentiert. Das Trainerteam überzeugt durch Ruhe und Besonnenheit. Geschäftsführung und die sportliche Leitung kommunizieren klare Vorstellungen und arbeiten akribisch. Die Konsolidierung der Vereinsfinanzen wird konsequent fortgesetzt. Die Verlängerung mit langjährigen Werbepartnern zu verbesserten Konditionen war richtig und wichtig. In Zukunft wird sich zeigen, wie sich die Zusammenarbeit mit dem neuen Vermarkter gestaltet.

Das Ziel die Anzahl der Mitglieder signifikant zu erhöhen, begrüßen wir ausdrücklich. Die Leidenschaft und Verbundenheit seiner Anhänger ist neben der Tradition und der tiefen Verwurzelung in der Stadt Köln und ihrer Region eines der identitätsstiftenden Merkmale des 1. FC Köln. Diese Identität gilt es zu bewahren und zu fördern, insbesondere vor dem Eindruck, dass immer mehr Konstrukte wie die TSG Hoffenheim oder RB Leipzig die Bundesligen bevölkern. Diese Marketingprojekte verkörpern das Gegenteil der oben skizzierten Werte und stellen zudem eine Gefahr für die Entwicklung von Fußballvereinen wie dem 1. FC Köln dar. Darüber hinaus sollte die Arbeit des DFB kritisch hinterfragt werden. Die willkürlich verhängten Verbandsstrafen stellen die Vereine mittlerweile vor wirtschaftliche Probleme und setzen einer bunten und vielseitigen Fankultur immer weiter zu. Auch personelle Existenzen fallen der „Paralleljustiz“ des DFB vermehrt zum Opfer, da die unverhältnismäßige hohen Verbandsstrafen 1:1 auf Einzelpersonen umgelegt werden sollen. Der vor kurzem an die Öffentlichkeit gelangte 9-Punkte-Plan des DFB verdeutlicht, wie weit man sich mittlerweile von der Fanlandschaft entfernt hat. An diesem Punkt gilt es also für den gesamten Verein sich abzugrenzen und klare Position für einen Erhalt der Fankultur zu beziehen. Als Fanszene werden wir alles unternehmen, unseren Teil dazu beizutragen.

Vor allen Dingen aber sollte jeder FC-Fan seinen Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft ihre sportlichen Ziele erreicht. Es wird Rückschläge geben und das junge Team wird Durststrecken überstehen müssen. Besonders in solchen Phasen werden wir Fans gefragt sein. Lasst uns das Müngersdorfer Stadion in den 17 Heimspielen zur Festung machen und die 17 Auswärtsspiele zu Heimspielen machen. Wir haben Kontinuität im sportlichen Bereich und eine solide, schrittweise Entwicklung der Mannschaft gefordert. Daher sollten wir in der kommenden Saison keine überzogene Erwartungshaltung an den Tag legen. Es geht in jedem einzelnen Spiel nur darum die nötigen Punkte für den Verbleib in der Bundesliga zu sammeln. Mit dieser Einstellung sollten die Spieler und vor allem auch wir Fans in die Partien gehen. Die Elf von Peter Stöger hat sich in der vergangenen Saison die bedingungslose Unterstützung auch in stürmischen Zeiten verdient. Niederlagen dürfen uns nicht umwerfen! Der Verein hat durch einen guten Unterbau von U17 bis zur U21 den Grundstock für eine erfolgreiche Zukunft. Lasst uns in der kommenden Saison unseren Teil dazu beitragen.
Come on, FC!

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No To Hull Tigers!

Der Besitzer des englischen Vereins Hull City versucht eine Umbenennung in Hull Tigers gegen den Willen der überwältigen Mehrheit der Fans durchzusetzen. So argumentiert Assem Allam, dass City ein „Allerweltsname“ sei und die Vermarktbarkeit in Indien im Falle der Umbenennung steigen würde. Als Unterstützung der City Till We Die Kampagne haben wir gestern das Spruchband gezeigt und hoffen, dass sie erfolgreich sein werden.

Mehr Infos auch hier.

notohulltigers

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Free Hennes

Beim gestrigen Heimspiel gegen Ingolstadt präsentierten wir ein Spruchband mit der Aufschrift „Eingesperrte immer bei uns – Free Hennes“. Wie der Effzeh mitteilte, wird Hennes ab dem kommenden Sommer im Kölner Zoo leben. Da wir es für untragbar halten, dass unser stolzer Geißbock zur Attraktion im Streichelzoo degradiert wird, haben wir uns mit ihm solidarisiert und hoffen, dass sich die Vereinsverantwortlichen besinnen und ihn im angemessenen Ambiente leben lassen.

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Keine Eintracht mit Nazis!

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Die Ultras Curva Nord der Eintracht aus Braunschweig wurden vor wenigen Wochen in Mönchengladbach durch rechtsradikale und rechtsoffene Hooligans des eigenen Vereins angegriffen. Was darauf folgte machte nicht nur uns sprachlos: der Verein verbot die Gruppe mit der Begründung, dass diese sich nicht an Absprachen gehalten hätte. Konsequenzen für die Schläger, bzw. der beteiligten Fangruppen, sind bisher nicht bekannt. Deshalb haben wir uns mit den Betroffenen solidarisiert und wünschen ihnen weiterhin viel Kraft für ihren Kampf.

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Erlebnisbericht der aktiven Fanszene des 1. FC Köln zu den Geschehnissen beim Auswärtsspiel in Karlsruhe am 05. Oktober 2013

Der Großteil der aktiven Fanszene des 1. FC Köln reiste am Samstag, 5. Oktober 2013 mit Zügen des Nahverkehrs zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe. Dort angekommen wurden die etwa 300 FC-Fans mittels Polizeikette zu den Shuttlebussen geleitet, die bereits im Bahnhofsaußenbereich bereit standen. Man begab sich aufgrund des nahenden Spielbeginns (es waren noch ca. 45 Minuten bis zum Anpfiff) umgehend zu den Bussen. In diesem Bereich wurden vorab, offenbar von den hiesigen Entscheidungsträgern der Sicherheitsbehörden Mülltonnen aufgestellt, die nicht gerade für einen störungsfreien Ablauf beitrugen, da sie im ohnehin schon eingeengten Bereich noch mehr Platz wegnahmen und den FC-Fans als Hindernis im Weg standen. Aufgrund der von hinten drückenden Masse kam es kurzzeitig zu unruhigen Situationen und Pfeffersprayeinsatz durch die im vorderen Bereich stehenden Polizeibeamten. Relativ schnell wurde die Situation von einigen führenden Personen der Fanszene beruhigt. Der erste bereitstehende Bus, in dem schon einzelne FC-Fans längere Zeit ihren Platz eingenommen hatten, wurde vornehmlich durch Mitglieder der Gruppen Wilde Horde und Boyz Köln inklusive deren Fahnen aufgefüllt. Nachdem der erste Bus losfuhr, wurde dort im hinteren Bereich kurzzeitig eine Tür geöffnet, was zur Folge hatte das besagter Bus nach wenigen gefahrenen Metern auf Zuruf eines leitenden Polizisten anhalten musste. Als einige FC-Fans aus diesem für einen kurzen Moment ausstiegen, wurde diesen Personen von den anrückenden Polizisten die Ansage erteilt sofort wieder einzusteigen, ansonsten würde der gesamte Bus zur Polizeiwache gebracht. Die FC-Fans stiegen daraufhin wieder ein, die Türe wurde geschlossen und der Bus konnte ohne weitere Zwischenfälle los fahren. Währenddessen begab sich auch der restlichen Teil der am Bahnhof wartenden FC-Fans in die bereitgestellten Busse. Diese fuhren kurz darauf zum Stadion. Nachdem diese Busse am Gästeblock ankamen, erhielten die eintreffenden FC-Fans die Nachricht, dass der erste Bus, entgegen der Aussagen der Beamten, am Karlsruher Bahnhof zu einer Polizeiwache gefahren wurde.

Keine Fanmaterialien – Fehlende Mitglieder der Fangruppen

Diese Nachricht erreichte kurzerhand die bereits am Gästeblock eingetroffenen Fans. Man entschloss sich das Stadion so lange nicht zu betreten bis die auf der Polizeiwache weilenden Fans das Stadion erreichen. In den folgenden Minuten wurde der Bereich vor dem Gästeblock sowie auch die Stadiontore von den Sicherheitsorganen abgesperrt. Weitere eintreffende FC-Fans wurden zeitweise nicht ins Stadion gelassen. Unterdessen erfuhr man parallel, dass die Insassen des zur Wache gefahrenen Busses von den dortigen Beamten abgefilmt wurden. Danach wurde optisch und willkürlich nach persönlichen Beurteilungsmaßstäben der Polizei zwischen diesen selektiert und anschließend wurden 28 Personen inklusive Fanmaterialien bis zum Ende des FC-Spiels in Gewahrsam genommen. Zwar durfte der größere Teil der FC-Fans die Polizeiwache wieder verlassen. Es stellt sich jedoch die Frage warum 28 Personen in Gewahrsam bleiben mussten, nur weil eine Tür an besagtem Bus geöffnet wurde. Die Anreise der FC-Fans lief bis zur Ankunft an den Shuttlebussen friedlich und entspannt ab. Dies können verschiedene FC-Fans die mit der Bahn angereist sind bestätigen. Wir fragen uns ob Maßnahmen, wie das Aufstellen von Mülltonnen, die am Karlsruher Bahnhofsbereich eher hinderlich im Weg standen als das sie zur Abfallentsorgung dienten sowie der Einlass von FC-Fans ausschließlich an der ersten Bustüre Sinn machen. Warum hat die Polizei die Fans nicht direkt in alle drei Türen der Busse gelassen um den Vorgang zu beschleunigen und die Situation zu entschärfen?

Endgültiges Fernbleiben des Spiels

Nun war für den Großteil der aktiven Fanszene klar, dass man das Spiel leider verpassen würde und so versuchte man vor Ort eine Regelung zu finden wie man wieder zum Bahnhof kommen kann, um die in Gewahrsam genommenen Personen dort wieder anzutreffen. Bis kurz vor der Halbzeit verging nun eine Weile ohne Vorkommnisse. Kurz vor dem Pausenpfiff kam es dann jedoch im Umlauf des Stadioninneren zu Konfliktsituationen mit der Polizei, die sich zum Zaun positionierte. Daraufhin flogen Flaschen vom Außenbereich in das Stadion auf die Beamten. Ein sinnloses Verhalten, welches von den Vorsängern mit Durchsagen letztendlich unterbunden werden konnte. Parallel dazu solidarisierten sich viele Gästefans im inneren Bereich des Stadions mit der Fangruppe die vor dem Stadion stand. Nachdem die Polizei den inneren Umlauf des Stadions zu Beginn der 2. Halbzeit verließ, stiegen die Fans nun in die zur Verfügung gestellten Shuttlebusse und fuhren zurück zum Karlsruhe Hauptbahnhof. Nach Eintreffen der Personen, die während des Spiels in Gewahrsam waren, trat man die Rückreise nach Köln an. Parallel zu den von uns geschilderten Ereignissen kam es, nach unserem derzeitigen Kenntnisstand, offenbar vor und nach dem Spiel im Stadionumlauf ebenfalls zu mehreren Konfliktsituationen mit der Polizei, die wir an dieser Stelle aber nicht weiter kommentieren möchten.

Rückfahrt

Auf der Rückfahrt wurde man, anders als auf der Hinfahrt, von der Bundespolizei begleitet. Diese wurde an einem Halt kurz vor Mainz durch die Berliner Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) ausgetauscht. Die ohnehin nicht gerade freundliche Behandlungsart seitens der Polizei an diesem Tag verschlechterte sich nun weiterhin. In Mainz wurde der Bahnhof abgesperrt und eine Polizeikette für alle FC-Fans bis zum Gleis gezogen ab dem der weiterführende Zug nach Köln fahren sollte. Als der Zug in Richtung Köln mit zwei Waggons von Mainz aus völlig überfüllt losfuhr, konnten verschiedene FC-Fans sich bereits deutliche Provokationen von Seiten der BFE anhören. Eine halbe Stunde später kam es im zweiten Waggon zur Konfrontation mit den Beamten, als diese zu einem FC-Fan wollten, der geraucht hatte. Auf dem Rückweg prügelten sich die Polizisten durch den Gang des ohnehin schon überfüllten Zuges und hegten dabei keinerlei Scheu den Zeitpunkt auszunutzen, um selbst gemäßigten FC-Fans, die lediglich die Situation beruhigen wollten, ins Gesicht oder in die Rippen zu schlagen. Hierbei wurde ein FC-Fan so schwer verletzt, dass er blutüberströmt von den Beamten nach draußen geführt, und nach Feststellung seiner Personalien mit dem Hinweis eines Beamten, dass er sich auf eine Anzeige freuen darf, mit dem Schienenersatzverkehr Richtung Heimat gebracht wurde. Nur durch abermaliges Intervenieren von führenden Personen der Fanszene konnte die Gesamtlage nach einiger Zeit entschärft werden. Dies änderte jedoch nichts daran, dass der Zug nun an einem Bahnhof in Bingen-Gaulsheim Halt machte und Polizisten der BFE aus dem ersten Waggon ihren Kollegen zur Hilfe eilten. Dadurch kam es zu weiteren Geschehnissen die das Verhältnis von Fußballfans zur Polizei nicht gerade verbessern werden. Die ersten Fragen einiger FC-Fans warum es nicht weiter geht und ob man kurz den Zug verlassen könne, wurden von den Polizisten der BFE mit ungewohnt feindseligen Reaktionen erwidert, während ein Abteil im ersten Wagen nun komplett von der Polizei abgeriegelt wurde.

Hier zwei Beispiele der Aussagen von Beamten der BFE:

„Beim nächsten Mal schmeißt ihr die Flaschen lieber direkt auf uns und nicht auf andere wehrlose Polizisten“ (BFE-Beamter pro-aktiv zu einem FC-Fan während des Zugaufenthalts)

„Dass wir kein Bock auf reden haben, solltet ihr gemerkt haben, wir können das auch gerne anders klären“ (Antwort BFE-Beamter auf die Frage eines einzelnen FC-Fans nach zwei Stunden Zugaufenthalt auf die Frage was das ganze hier soll)

Nach einiger Zeit durften FC-Fans vereinzelt aus dem Zug aussteigen und konnten sich dadurch erstmalig ein Bild von der Lage machen, nachdem man von der Polizei keinerlei Infos erhielt. Die Straße am Bahnhof war bereits mit polizeilichen Fahrzeugen zugestellt, die Einsatzkräfte der BFE zogen eine Grenze zwischen dem ersten und den zweiten Waggon und es wurde ein Bereich für einen Polizeikessel neben dem Gleis eingerichtet. Nun wurden alle FC-Fans im abgesperrten Bereich des ersten Waggons sowie punktuell FC-Fans aus dem zweiten Waggon von der Polizei zur Identitätsfeststellung, teilweise unter massiver Gewaltanwendung, in den Regen gezerrt und abgefilmt. Fragen der FC-Fans, die diese Maßnahme beobachten konnten, waren dabei von der BFE genauso unerwünscht, wie das Nennen Ihrer Personalnummer. Insgesamt 4 Stunden sollte der Zug an dem Halt kurz vor Bingen stehen. In dieser Zeit mussten die FC-Fans neben den erwähnten Maßnahmen Provokationen einzelner BFE-Beamten ertragen und durften teilweise, je nach Lust und Laune des an der Zugtüre stehenden Beamten, weder zum Urinieren noch aus anderen Gründen aus dem Zug aussteigen. Erst nach über zwei Stunden erhielten die Ansprechpartner der Fans halbwegs vernünftige Antworten von einem Beamten der BFE-Einheit. Im Dialog mit einem durch die BFE-Einheit herbei gerufenen Staatsanwalt konnte zumindest erwirkt werden, dass die mittlerweile über 70 abgefilmten Personen nicht auch noch über Nacht in Gewahrsam mussten. Nachdem der Polizeikessel im Außenbereich wieder aufgehoben wurde, die Maßnahmen der BFE zur Identitätsfeststellung dieser Personen ein Ende fanden und alle FC-Fans wieder in den Zug zurück konnten, fuhr dieser auf direktem Wege und ohne weitere Vorkommnisse nach Köln. Die Ankündigung eines BFE-Beamten, dass wir „es in Köln richtig kriegen“ wurde von der noch im gesamten Kölner Hauptbahnhof positionierten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit nicht in die Tat umgesetzt.

Fazit

Wir wundern uns weder über die generelle Begleitung von Fußballfans durch die Polizei noch über die grundsätzliche Haltung der Staatsmacht das die Umstände beim Fußball keine rechtsfreien Räume legitimieren können. Allerdings stellt sich ein weiteres Mal, und dies so massiv wie schon lange nicht mehr, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der verschiedenen polizeilichen Einsätze an diesem Samstag. Wenn wir das alljährlich in Köln stattfindende Reggae Festival „Summerjam“ als Beispiel nehmen, wird auch der Festivalbereich rund um den Fühlinger See wohl kaum von den dort eingesetzten Polizeibeamten als rechtsfreier Ort betrachtet. Schwer vorstellbar ist es trotzdem, das man an einem voll besetzten Summerjam-Wochenendtag mit einer BFE-Einheit durch das Festivalgelände zieht und jeden gewaltsam nach draußen zerrt, der in Verdacht gerät einen Joint geraucht zu haben. Unabhängig der Tatsache, dass sich auch oder vielleicht sogar insbesondere die Polizei nicht in rechtsfreien Räumen bewegen sollte, gibt es auch Beispiele polizeilicher Begleitung/Behandlung bei Auswärtsspielen (Gastspiel 1.FC Köln in Regensburg, Oktober 2012), die durch ihr Fingerspitzengefühl und eigenes Verhalten geschafft haben, dass alle Beteiligten eine entspannte Atmosphäre rund um ein Fußballspiel genießen konnten. Es geht also auch durchaus anders als am 5. Oktober. Für uns stellt sich die Frage ob solch ein Tag nicht hätte anders verlaufen können? Mehr Zurückhaltung der Polizei bei Ankunft hätte den Ablauf eines ganzen Tages möglicherweise schon ganz anders beeinflusst. So bleibt die deutliche Vermutung, dass eine Polizeieinheit auf dem Rückweg Rache für vermeintliches Fehlverhalten einzelner FC-Fans walten ließ. Was folgt werden geschönte Berichte der Polizei sein. Man wird auf den Beweisvideos nur Fehlverhalten der Fans einsehen können. Die Polizei wird größtenteils mit einer weißen Weste aus dieser Nummer herauskommen und nicht wenige Fans müssen sich möglicherweise mit Stadionverboten und Anzeigen auseinandersetzen. Innerhalb der letzten 15 Monate gab es bis auf einen Vorfall auf der Rückfahrt vom Gastspiel in Paderborn nahezu keine Konflikte zwischen FC-Fans und der Polizei bei Auswärtsspielen. Wir sind nicht bereit, die gesamten Vorfälle des 5. Oktober ohne Reaktion hinzunehmen. In enger Absprache mit dem 1. FC Köln und allen FC-Fanclubs und FC-Fans, die bei den Geschehnissen vor Ort waren, möchten wir versuchen die Vorfälle ehrlich aufzuarbeiten. Wir werden noch in den nächsten Tagen gesondert zu dieser Stellungnahme zum Thema Polizeieinsätze aktiv werden.

Dieser Bericht wurde in Absprache mit mehreren Fanclubs der aktiven Fanszene des 1. FC Köln erstellt.

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Rückblick nach vorne

Selten war die Sommerpause kürzer und so befinden wir uns schon wieder kurz vor dem Start in eine weitere Bundesligasaison. Die Tatsache, dass der 1. FC Köln den Aufstieg nicht realisieren konnte und erneut in der 2. Bundesliga antritt, ist aufgrund der Ausgangslage vor der vergangenen Saison alles andere als überraschend. Ein Umbruch auf allen Ebenen wurde angekündigt und endlich auch glaubwürdig umgesetzt. Im Verein wurden mit der Zeit alle Strukturen und Schlüsselpositionen überprüft und diese gegebenenfalls neu besetzt. Die Planungen sind auf das Erzielen von Transfererlösen ausgerichtet, Talente aus dem Nachwuchsbereich werden längerfristig an den Verein gebunden und auf dem Transfermarkt liegt der Fokus auf günstigen und hauptsächlich jungen Spielern.

Nach dem schwachen Saisonstart mit nur zwei Punkten aus sechs Spielen hätte der Mannschaft wohl kaum jemand einen fünften Tabellenplatz zugetraut. Die kontinuierliche, besonnene Arbeit der Verantwortlichen und Ruhe im Vereinsumfeld haben dazu beigetragen, dass dank einer fulminanten Aufholjagd in der Rückrunde lange Zeit vom Erreichen des Relegationsplatzes geträumt werden durfte. Es bewahrheitet sich also, dass der eingeschlagene Weg zwar richtig, aber eben sehr steinig ist und einen langen Atem braucht. Unser ehemaliger Cheftrainer Holger Stanislawski wollte diesen Weg überraschenderweise aufgrund der äußeren Begleitumstände nicht mehr weiter beschreiten. Die Gründe für diesen Schritt möchten wir nicht bewerten. Nicht unkommentiert lassen wollen wir aber das Verhalten seitens der hinlänglich bekannten Kölner Medienlandschaft. So ließen die Pressevertreter nach Bekanntgabe des Trainerrücktritts wie erwartet ihre Muskeln spielen. Jeder FC-Fan wird sich auch an einige anderer Kampagnen diverser Zeitungen erinnern (siehe die Reaktionen von Seiten des 1. FC Köln http://goo.gl/tG2tH und des Fan-Projekts http://goo.gl/ZttVM). Wir, die Fanszene des 1. FC Köln, werden jenen Weg weiter beschreiten und nach unseren Möglichkeiten mitgestalten und unterstützen. Bereits seit der Wahl des neuen Vorstands vor über einem Jahr, hat besonders die Zeitung mit den vier großen Buchstaben verschiedene Verantwortliche ins Visier genommen. Spätestens als ein mitsingender Präsident als großes Problem lokalisiert wurde, war jede Grenze sachlicher Kritik überschritten. Fast stündlich gab es „natürlich auch“ neue Wasserstandsmeldungen über Kandidaten für den Trainerposten und täglich befand sich ein anderer Trainer schon im Anflug auf Köln. Im Gegensatz zur Vergangenheit ließen sich die Verantwortlichen aber weder von den Schlagzeilen treiben noch verfielen sie in blanken Aktionismus, sondern behielten ihre Agenda bei und präsentierten schlussendlich Peter Stöger als neuen Coach. Interessanterweise gelangen exklusive Meldungen aus den inneren Zirkeln des Vereins und der Mannschaft immer seltener verfrüht in die Öffentlichkeit und undichte Stellen konnten scheinbar größtenteils trocken gelegt werden. Als wäre die Suche nach einem passenden Trainer nicht schon „aufregend“ genug, fiel einigen Redakteuren auch noch auf, dass der 1. FC Köln finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Doch statt einer sachlichen Analyse der durchaus kritischen finanziellen Entwicklung in den letzten Jahren, wurden Halbwahrheiten und falsche Zahlen über aktuelle Vorhaben zur Konsolidierung in die Öffentlichkeit getragen. Die Verhandlungen über die Änderungen der Pachtbedingungen für das Müngersdorfer Stadion wurden von hanebüchenen Umzugsplänen in andere Städte und angeblichen Forderungen auf einen vollständigen Zahlungsverzicht begleitet. Einmalzahlungen bei Vertragsabschluss wurden zu Vorgriffen auf künftige Erträge umdeklariert und Franz-Josef Wernze sollte das Geißbockheim kaufen. Abenteuerlich ist für diese Berichterstattung wohl noch eine untertriebene Beschreibung (siehe zum Thema „Stadionpacht“ http://goo.gl/002a0). Die angespannte finanzielle Situation des gesamten Vereins ist uns bewusst, aber warum wird in der Öffentlichkeit nicht die Frage nach den Verantwortlichen für diese Fehlentwicklungen gestellt? Den jetzigen Verantwortungsträgern die Fehler und Versäumnisse ihrer Vorgänger rund um den ehemaligen Vorstand vorzuwerfen ist falsch und unfair. Wir wollen aber nicht zurückblicken, sondern den neuen Weg weiterhin aktiv begleiten. Die kommende Saison wird an der Spitze der 2. Liga im Kampf um den Aufstieg sicherlich noch ausgeglichener. In der aktuellen Transferperiode scheinen sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt zu haben und ein zu hohes finanzielles Risiko für den sportlichen Erfolg wurde nicht eingegangen. Unsere Mannschaft hat sicherlich das Potential aufzusteigen, aber auch in diesem Jahr ist dieses Ziel trotz des steigenden Drucks aufgrund der Voraussetzungen keine Pflicht. Letztes Jahr hatten wir FC-Fans einen großen Anteil an der Ruhe im Umfeld, jetzt und in der Zukunft gilt es genau daran anzuknüpfen. Wir werden wie in der vergangenen Saison nicht zulassen, dass – sofern die Einstellung auf dem grünen Rasen stimmt – zwischen uns und die Mannschaft auch nur ein Blatt passt. Diesen Schulterschluss möchten wir ausdrücklich erneuern, um so auch unseren Teil zu einer gelungenen Saison beizutragen. Come on FC!

Unterstützer (Stand 18.07.2013):
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Die peinliche FC-Trainingspause

„Grundsätzlich sollen und wollen wir uns als Fußballverein auf den Sport konzentrieren.“
Hätte Werner Spinner diesem Satz nichts hinzugefügt wäre alles in Ordnung gewesen. Doch dann folgen diesem Satz noch ein paar altbekannte Textbausteine aus dem Politiker-Repertoire wie „Flagge zeigen (…) dunkelstes Kapitel“ und so weiter. Denn der FC beteiligt sich leider an dem Projekt „2 Minuten Stillstand“ der Künstlerin Yael Bartana. Ein Kunstprojekt das sich am israelischen Nationalfeiertag des Gedenkens an Shoa und Heldentum „Jom haScho’a“ orientiert, und an dem in Israel für 2 Minuten alles stillsteht .
Leider ist das Kunstprojekt von Yael Bartana nur noch eine antizionistische Parodie dieses Gedenktages. Denn es wird von dem Kunstprojekt nicht weiter thematisiert was es heißt diesen Gedenktag im Land der Täter nachzumachen, stattdessen aber über die Instrumentalisierung des Holocaust gefaselt und natürlich im nächsten Schritt die „Nakba“ thematisiert. Allerdings nicht als Folge des Unabhängigkeitskrieges von 1948, sondern als eine „langfristigen globale Kettenreaktion“ in der der Opfer und Täter oder der Unterschied zwischen Angreifer und Angegriffenem wohl keine Rolle mehr spielen sollen.
Lieber ist es eine „großartige Gelegenheit (…) eine gemeinschaftliche Erfahrung zu machen.“ Auf gemeinschaftliche Erfahrungen beim Holocaust-Instrumentalisieren verzichten wir lieber.

Und künstlerisch-esoterische Sätze wie „Das Schweigen ist die schwierigste Sprache von allen – und zugleich die einzige, die wir alle können„ sind in Deutschland (dem Land der schweigenden Nazigroßväter) auch höchstens unfreiwillig komisch.

Der 1. FC Köln hätte gut daran getan sich dieses Kunstprojekt mal genauer anzuschauen, statt nun in einer hochnotpeinlichen Aktion für 2 Minuten das Training ruhen lassen.
Vielleicht nutzt der ein oder andere Spieler dies ja für eine Trinkpause und hat so doch etwas sinnvolles getan.

(Definitionsmacht Colonia am 27.6.2013)

Alle Zitate von: http://www.fc-koeln.de/news/detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=6401&cHash=709956bf2d1faeb8f6b8c213df2e2154
Und: http://zweiminutenstillstand.de/

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Saisonendspurt

Die Saison biegt auf die Zielgerade ein und unsere Mannschaft hat sich nach der Winterpause in Schlagdistanz zum Relegationsrang gebracht. Die Frage nach einer möglichen Relegation und dem damit verbundenen Aufstieg steht also wieder zur Debatte.

Wenn man sich dann vor Augen führt, in welcher Situation sich der FC befand und immer noch befindet, ist allein diese Tatsache beeindruckend. Nach dem Abstieg wurde nahezu eine komplette Mannschaft ausgetauscht, ein neues Trainerteam hat seine Arbeit aufgenommen und die finanzielle Situation ist auch hinlänglich bekannt. Vor der Saison stand für die aktive Fanszene deshalb schnell fest, dass die Erwartungen an diese Spielzeit gering gehalten werden sollten. Die einzigen Forderungen bestanden in einem transparenten Umgang seitens der Vereinsverantwortlichen und einer jungen Mannschaft, die durch Einsatzwillen, Leidenschaft und Moral überzeugt. Im Gegenzug sollte dieser Truppe dann auch der nötige Raum für ihre Entwicklungen gegeben werden. So blieb es trotz des unglücklichen Saisonstarts für Kölner Verhältnisse außerordentlich ruhig und dieses Verhalten zahlt sich jetzt aus.

Allerdings wäre es viel zu kurzsichtig, den Erfolg des Umbruchs nur am Ausgang dieser Saison festzumachen. Es geht um die langfristige Konsolidierung in finanzieller, struktureller und sportlicher Sicht. Die neue Satzung war ein erster Schritt in diese Richtung, die weitere Integration von Spielern aus der eigenen Jugend und der konsequente Schuldenabbau müssen die nächsten Schritte sein. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es auch wieder Rückschläge wie zu Beginn dieser Saison geben, und genau dann gilt es, wieder die Ruhe zu bewahren. Denn es gibt keine Alternative zum eingeschlagenen Weg und unabhängig wie die Saison ausgeht, wird es in der kommenden Spielzeit nicht leichter. Der FC wird Spieler verkaufen müssen, um Transfererlöse zu erzielen, und das Budget für Neuverpflichtungen bleibt begrenzt.

Niemand kann vorhersehen, welchen Ausgang die Saison nehmen wird und in welcher Liga die Geißbockelf ab Sommer 2013 spielen wird. Viel wichtiger ist aber auch, sich vor Augen zu führen, dass es noch ein langer Weg werden wird. Doch unabhängig davon, wie die Saison sportlich ausgehen wird, sind die ersten Schritte gemacht. Genau aus diesem Grund darf ein möglicher Aufstieg nicht das einzige Kriterium zur Beurteilung des Neuanfangs sein. Lasst uns die letzten Spiele daher mit dieser Gewissheit bestreiten und die Mannschaft so loyal unterstützen wie bisher. Auf und ab und wir sind trotzdem hier…

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Suffböcke Dünnwald
Tohuwabohu Köln
Troika Köln
Ultima Ratio Colonia
Veedels Radau
Wahner Jungs
Wilde Horde Köln 1996

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Definitionsmacht Colonia

Unter dem Punkt „Über uns“ findet ihr nun eine kurze Beschreibung unseres illustren Kreises.

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